FI führt mit GaBi im Landkreis Günzburg Bedarfsermittlung zu Familienbildungsangeboten durch

Aktuelles

 

16.10.2014

FI führt mit GaBi im Landkreis Günzburg Bedarfsermittlung zu Familienbildungsangeboten durch

Nachfolgeauftrag zur Bestandserhebung Familienbildungsangebote 2013

Im Auftrag des Landkreises Günzburg nahm GaBi – Ganzheitliche Bildung im SozialraumEnde 2013 die Befragung sowie Auswertung für die Bestandserhebung der Familienbildungsangebote im Landkreis (extern) vor. Darauf aufbauend ermittelt GaBi nun die Bedarfe an Familienbildungsangeboten – unter Mitarbeit des Auftraggebers – in der bayrischen „Familien- und Kinderregion“.

Marion Heß-Eberhardinger, Koordinatorin für Familienbildung im Landkreis Günzburg, erklärt: „Die Bedarfsermittlung ist eine Voraussetzung dafür, ein Familienbildungskonzept für den Landkreis zu erstellen, wobei uns GaBi begleitet.“ Sie ergänzt: „Mit dieser Ermittlung erhalten wir sowohl einen Einblick in als auch eine begründete Einschätzung zu den aktuellen Bedürfnissen und Bedarfen der Eltern sowie fachlichen und politischen Verantwortlichen. Dann wissen wir, welche Familienbildungsangebote tatsächlich gebraucht werden und können am Familienbildungskonzept weiterarbeiten.“

 

Zunächst entwickelte GaBi gemeinsam mit Frau Heß-Eberhardinger, der Koordinatorin für die Familienstützpunkte im Landkreis Günzburg Hildegard Brunhuber sowie der Jugendhilfeplanerin Maria Reiter die Interviewleitfäden für die Bedarfsermittlung durch teilstandardisierte Interviews. Hierbei klärten sie bereits richtungsweisende Fragen zu Zielen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten in Sachen Familienbildung. Anschließend führten die Koordinatorinnen, die Jugendhilfeplanerin und GaBi die Interviews durch.

Partizipatorischer Ansatz

Irene Ebert, Fachreferentin für Ganzheitliche Bildung am Dresdner Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung, unterstreicht: „GaBi arbeitet bei der Bedarfsermittlung mit einem partizipatorischen Ansatz. Neben der Datenerhebung geht es uns um die Wertschätzung und Aktivierung der Beteiligten, sowie um ihre Erfahrungen und Erkenntnisse. Die zeitnahe Rückmeldung der Ergebnisse an die Interviewten und die sich daraus entwickelten Konsequenzen sind ein zentrales Moment.“ Ebert erklärt: „Die Befragten sind damit stärker in einer sehr frühen Phase in die Entwicklung des Familienbildungskonzeptes involviert. Wir können damit sofort – also noch vor Abschluss der eigentlichen Bedarfsermittlung – Effekte im Feld erzielen und so eine motivierte Mitwirkung bei der künftigen Umsetzung des Familienbildungskonzeptes fördern.“

Interviewmethode

Es wurden rund 30 Eltern und 25 Fachkräfte aus dem pädagogischen, frühkindlichen, medizinischen und administrativen Bereich in teilstandardisierten Interviews befragt. „Aktuell werten wir die Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus. Anfang 2015 stellt GaBi die Ergebnisse der Bedarfsermittlung der Steuerungsgruppe Familienbildung in Günzburg vor“, so Ebert.