Aktuelles

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Dresden – 01.11.2017

Projektstart

Interprofessionelle Kompetenzentwicklung im Kontext migrations- und kultursensibler Gesundheitsversorgung von Schwangeren und jungen Müttern

Das Felsenweg-Institut ist Projektpartner der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum C.G. Carus Dresden für ein Projekt zur interprofessionellen Kompetenzentwicklung im Kontext migrations- und kultursensibler Gesundheitsversorgung von Schwangeren und jungen Müttern.

Die medizinische und psychosoziale Versorgung von Frauen und ihren Säuglingen während Schwangerschaft, Geburt und Postpartalzeit setzt eine professionelle Zusammenarbeit von Ärzten, Hebammen, Pflegekräften, Psychologen und ggf. der Jugendhilfe voraus. In der Betreuung von Frauen mit Migrations- bzw. Fluchthintergrund ergeben sich dabei spezielle Herausforderungen. Besonders wenn in kritischen Situationen schnelle Verständigung gefordert ist, müssen professionelle Abläufe auf Unterschiede in Sprache, Kultur sowie die psychische Situation und oft auch den aufenthaltsrechtlichen Status der Frauen abgestimmt sein. So wird einerseits sichergestellt, dass die Frauen ausreichend verstanden und versorgt werden, andererseits aber auch, dass die Versorgung von Migrantinnen perspektivisch von den beteiligten Professionen nicht als Belastung erlebt wird, weil routinierte Handlungsstrategien und klare Aufgabenverteilungen unter den Professionen fehlen.

Auf Grund der Notwendigkeit von individuellen Kontakten der Mütter mit den Gesundheits- und Sozialsystemen in der Peripartalzeit bietet beides langfristig eine Chance zur Verbesserung der Integration von Migrantinnen und ihrer Familien. Ziel des Projektes ist aus diesen Gründen die Entwicklung einer Fortbildung zur Stärkung der Handlungskompetenzen der Teilnehmenden aus verschiedenen Gesundheitsberufen. Die Basis dafür bildet eine wissenschaftliche Bedarfsanalyse bei Gesundheitsfachkräften einerseits und Migrantinnen andererseits. Das Curriculum wird kompetenzorientiert in Anlehnung an das DQR Kompetenzmodell gestaltet. Neben dem Erwerb von Wissen und Fertigkeiten wird die konkrete interprofessionelle Fallarbeit, d.h. die Stärkung sozialer und Selbstkompetenzen bei den Teilnehmenden integriert.

Das Projekt "Interprofessionelle Kompetenzentwicklung im Kontext migrations- und kultursensibler Gesundheitsversorgung von Schwangeren und jungen Müttern" wird im Rahmen des Programms „Operation Team – Interprofessionelle Fortbildungen in den Gesundheitsberufen" von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Weitere Kooperationspartner sind die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG e.V.), der Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V., die Marcé-Gesellschaft für Peripartale Psychische Erkrankungen e.V. und der Sächsische Hebammenverband e.V.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Projektseite oder auf der Seite der Robert-Bosch Stiftung.

01.05.2017

Modul 5 „Elterliche Kompetenzen stärken“

Weiteres Qualifizierungsmodul steht zum Download bereit

Aus der Kooperation zwischen Nationalem Zentrum Frühe Hilfen und Felsenweg-Institut ist ein weiteres Qualifizierungsmodul für Familienhebammen (FamHeb) und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger (FGKiKP) entstanden. Modul 5 „Elterliche Kompetenzen stärken“ steht nun zum Download bereit und stellt ein Angebot an alle dar, die Fort- und Weiterbildung für diese Berufsgruppen planen oder durchführen. 

Familienhebammen (FamHeb) und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger (FGKiKP) sind häufig die ersten Ansprechpartnerinnen bzw. –partner für Erziehungsfragen der Eltern. Somit stehen FamHeb und FGKiP vor der Herausforderung, im alltäglichen Kontakt mit der Familie elterliche Kompetenzen zu stärken, zu erhalten oder auch wiederzuentdecken. Sie unterstützen Familien bei den damit verbundenen Veränderungsprozessen und agieren bei Bedarf als Lotsin oder Lotse zu weiterreichenden Hilfeangeboten, beispielsweise zu Angeboten aus der Familienbildung, der Erziehungsberatung oder auch zu Hilfen zur Erziehung.

Das Modul 5 unterstützt die Fachkräfte dabei auf Fragen des Umgangs und der Stärkung von elterlichen Kompetenzen, die (zeitweise) durch psychosoziale oder ökonomische Belastungen eingeschränkt sein können, professionell einzugehen. Durch die Stärkung der Kompetenzen von Eltern können Kinder in ihrer Entwicklung und im Bereich Gesundheit angemessen gefördert werden. 

Thüringen – 05.10.2015 bis 29.09.2016

Zertifikat für Familienhebammen und FGKiKP

Qualifizierungsmaßnahme für Familienhebammen und FGKiKP abgeschlossen

Am 29. September 2016 fand, die im Oktober 2015 begonnene Qualifizierungsmaßnahme zur Familienhebamme bzw. zur Familien-Gesundheitskinderkrankenpfleger*in, ihren Abschluss. Insgesamt 17 Gesundheitsfachkräfte haben diese umfassende und nach bundeseinheitlichen Standards durchgeführte Fortbildung erfolgreich absolviert. 

Alle Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte halten einfach zugängliche Unterstützungsangebote für werdende Familien und Familien mit Kindern in den ersten Lebensjahren bereit. Diese Netzwerke Frühe Hilfen werden von den Jugendämtern organisiert. Der Einsatz der besonders qualifizierten Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich ist dabei ein wichtiger Baustein. 

Familienhebammen und Familien-Gesundheitskinderkrankenpflegerinnen arbeiten überwiegend aufsuchend. Sie leisten Unterstützung durch Beratung, Anleitung und Information in allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. Sie helfen dabei, dass ein gesundes Aufwachsen von Anfang an gelingt. Eine wichtige Aufgabe in ihrer Arbeit ist die sog. Lots*innenfunktion: Eltern soll, wenn dies nötig erscheint und diese es wünschen, der Zugang zu weiteren Angeboten eröffnet werden. 

Erste – bisher noch unveröffentlichte – Evaluationsergebnisse zeigen, dass der Einsatz dieser Fachkräfte wirksam ist. Befragte Eltern, die Unterstützung durch eine solche Fachkraft erhalten haben, bekunden ein hohe Zufriedenheit mit deren Arbeit und würden diese auch weiterempfehlen. 

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) unterstützt den Ausbau dieses Angebotes durch die vollständige Finanzierung der Qualifizierungsmaßnahme. Ferner wird der Einsatz von Familienhebammen und Familien-Gesundheitskinderkrankenpflegerinnen durch Zuwendungen des TMBJS und der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert. 

Die nun abgeschlossene Qualifizierung wurde in Verantwortung des Felsenweg-Institutes der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie aus Dresden zur hohen Zufriedenheit der Teilnehmerinnen durchgeführt. Auch weiterhin wird das Land den Ausbau des präventiven Kinderschutzes 

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