Seminare für Fachkräfte der Aufsuchenden Präventiven Arbeit (APA) in Sachsen

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Seminare für Fachkräfte der Aufsuchenden Präventiven Arbeit (APA) in Sachsen


Wir freuen uns, dass wir Ihnen sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr Veranstaltungen anbieten können. Die Seminare sind inhaltlich auf den Arbeitsbereich von Fachkräften der Aufsuchenden Präventiven Arbeit (APAs) ausgerichtet. Die Teilnahme von Gesundheitsfachkräften in den Frühen Hilfen (FamHeb/ FGKiKP) ist auf Anfrage möglich.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

 

Seminar 1:

Digitale Beratungen in der Arbeit mit Familien gestalten [online-Seminar]

 

Die längerfristige aufsuchende Familienbegleitung durch FamHeb und FGKiKP ist ein bedeutender Unterstützungsbaustein in den Frühen Hilfen. Dieses Angebot zeichnet sich im Wesentlichen durch einen direkten und persönlichen Kontakt zwischen den Familien und Fachkräften der Frühen Hilfen aus. Auf Grund der Corona-Pandemie und den kontaktbeschränkenden Maßnahmen ist die Betreuungsarbeit deutlich schwieriger geworden. Die Hausbesuche können nur mit entsprechenden Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Teilweise sind Hausbesuche auch von Seiten des Auftraggebers untersagt. Um dennoch weiterhin im persönlichen Kontakt mit den Familien zu bleiben, haben sich die Fachkräfte kreative Lösungen einfallen lassen. Spaziergänge, Balkongespräche oder auch die Einbindung von digitalen Angeboten sind nur einige Beispiele dafür.

Wir alle hoffen sehr, dass die Corona-Pandemie möglichst bald zurückgedrängt werden kann. Doch welche Lernerfahrungen nehmen wir aus dieser Corona-Situation mit für die zukünftige Praxis in den Frühen Hilfen. Kann die digitale Beratung im Rahmen einer regulären aufsuchenden Arbeit parallel mit eingesetzt werden? Könnte die digitale Beratung insbesondere in ländlichen Gebieten als zusätzliche Kommunikationsform mit eingebunden werden? Neben diesen Fragestellungen werden konkrete Anregungen zur Umsetzung von digitalen Beratungen, technische Voraussetzungen und das Thema Datenschutz im Vertiefungsseminar bearbeitet.

Referent*innen:

Dr. Liesa Ahlborn und Matthias Müller

Termin: 05.11.2021                 Zeit: 09.00 – 15.30 Uhr                                 Anmeldeschluss: 22.10.2021
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Seminar 2:

Hier gibt es nichts zu sehen! Suchtbelastung junger eltern, wahrnehmung, bewertung und umgangsmöglichkeiten im beruflichen handeln

 

In der psychosozialen Arbeit mit jungen Familien können viele Themen in den Fokus kommen, die auf den ersten Blick verwundern, auf den zweiten Blick möglicherweise verunsichern und das eigene professionelle Handeln vor große Herausforderungen stellen. Entsteht beispielsweise der Eindruck, dass eine junge Mutter angetrunken ihr Kind auf dem Arm hält, entwickelt sich eventuell der Wunsch, sie anzusprechen. Oder vielleicht geht das auch zu weit? Ein innerer Dialog der Abwägungen setzt ein…

Menschen mit einer Suchtbelastung und Elternverantwortung und deren Kinder sind in besonderem Maße Risiken ausgesetzt. Junge Eltern erleben sich häufig überfordert, Elternschaft kann wie ein Trigger wirken und ungute Erinnerungen an die eigene Kindheit neu aktivieren. Der Aufbau eines hinreichend guten Bindungssystems als Grundlage für eine gesunde bio-psycho-soziale Entwicklung von Neugeborenen und auch älteren Kindern kann massiv beeinträchtigt werden. Im Interesse von betroffenen Eltern und betroffenen Kindern ist ein würdevolles Hinsehen und sensibles Ansprechen wichtig.

Im Seminar werden Impulse gegeben, um zwischen `Tabu und Tabubruch´ eine Idee für das eigene Handeln zu entwickeln oder bisherige Strategien zu bestätigen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Entstehungszusammenhänge von Suchtbelastungen
  • Gebrauch psychoaktiver Substanzen und Schwangerschaft
  • Eltern werden / Eltern sein mit Suchtbelastung
  • Kinder suchtbelasteter Eltern
  • Umgang mit Beobachtungen
  • Hilfreiche Sprache und Rollenklarheit

Neben der Vermittlung von Fachwissen steht die beständige Reflexion und bei Interesse fallbezogenes Arbeiten im Vordergrund.

Referentin: Katja Hilbig (Diakonie Stadtmission Chemnitz, Suchtberatungs- und Behandlungsstelle)
Termin: 15.11.2021                 Zeit: 09.00 – 16.30 Uhr                                 Anmeldeschluss: 08.11.2021
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Seminar 3:

Psychisch belastete und erkrankte Eltern begleiten

 

Nicht immer verlaufen die Schwangerschaft und die Phase nach der Geburt eines Kindes freudvoll für alle Beteiligten. Die Eltern, der Säugling und auch Geschwisterkinder müssen sich an die neue Situation gewöhnen und in vielen Lebensbereichen eine Anpassungsleistung erbringen. Nicht jede/r ist dabei entspannt und kann sich neugierig auf diesen Prozess einlassen. Insbesondere dann, wenn Mütter oder Väter durch eine eigene schwierige Biografie und/oder eine psychische Erkrankung vorbelastet sind, können sie an ihre Grenzen geraten. Aus momentaner Überforderung wird dann unter Umständen eine behandlungsbedürftige Erkrankung, die auch Gefährdungen für das Wohl des Kindes mit sich bringen kann. Dennoch suchen viele Familien gerade in dieser Phase seltener Hilfe auf – sei es aus Scham, Ängsten vor Stigmatisierung oder aus Unkenntnis über Hilfsangebote.

Als APA-Fachkraft haben Sie niedrigschwelligen Zugang zu den Familien und können durch einen vertrauensvollen Erstkontakt Wege in das medizinische und soziale Versorgungssystem ebnen. Dabei stellen sich viele Fragen, z.B.: Woran erkenne ich, ob eine Frau/Familie professionelle Hilfe benötigt? Welche Kriterien helfen, das Risikopotential abzuschätzen? Welche Hilfen sind ggf. notwendig und stehen zur Verfügung? Wie sollte die Kommunikation gestaltet sein, um den Zugang zu gefährdeten Familien zu erleichtern? Was, wenn die Familie nicht möchte?

Das Seminar gibt einen Überblick über diese Fragestellungen und lädt zur praktischen Diskussion Ihrer Fragen ein.

Referentin:

Dr. Juliane Junge-Hoffmeister

Termin:

02.12.2021                   Zeit: 09.00 – 16.30 Uhr                               Anmeldeschluss: 23.11.2021

 

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Fakten

Frühe Hilfen, Kompetenzorientierte Bildung 
Fachkräfte der Aufsuchenden Präventiven Arbeit (APA), ausgebildete Familienhebammen und Familien-, Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger 

Ihr Ansprechpartner

Matthias Müller
Dipl. Sozialpädagoge
Fachreferent
Tel
+49 (0) 3 51 2 16 87 22
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