Vertiefungsseminare FamHeb und FGKiKP Sachsen

Angebote

Vertiefungsseminare FamHeb und FGKiKP Sachsen

Zusatzseminare zu spezifischen und aktuellen Fragestellungen für Fachkräfte der Frühen Hilfen


Das Land Sachsen fördert im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen und Familienhebammen weitere Seminare über die Grundqualifizierung zur FamHeb/FGKiKP hinaus. Diese Seminare greifen aktuelle Situationen und Fragestellungen der Fachkräfte auf, bieten die Möglichkeit, vertiefte Kenntnisse zu erlangen sowie fallbezogen Erfahrungen auszutauschen. 

Es werden folgende Seminare im Jahr 2019 angeboten: 

Seminar 1:

Einbeziehung von Vätern in den Frühen Hilfen

 

In den letzten Jahren ist verstärkt die Rolle der Väter in der frühen Kindheit in den Blick gekommen. FamHeb und FGKiKP stehen vor der Herausforderung, in Familien mit teilweise mehreren psychosozialen Belastungsfaktoren auch die Väter einzubeziehen. Dabei ist es wichtig, sich mit den teilweise von eigenen biographischen abweichenden Familienbildern auseinanderzusetzen.

Die Teilnehmenden setzen sich mit Männerbildern und Väterrollen auseinander und erhalten im Seminar methodische Anregungen wie sie den Zugang bzw. die Einbindung von Männern und Vätern ermöglichen können.

Referent:
Wolfgang Müller, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), freiberuflicher Berater, Trainer und Coach
Termin: 21.05.2019                            Zeit: 09.30 – 17.00 Uhr                                 Anmeldeschluss: 08.05.2019
   
 

Seminar 2:

Signale des Babys sehen und verstehen – ein kleines Lexikon für Eltern und Fachleute

 

Babys drücken ihre Bedürfnisse und Befindlichkeiten über ihre Körpersprache aus. Dabei verfügen sie über ein erstaunliches Repertoire an Signalen, die Auskunft darüber geben, ob sie gerade neugierig und offen für ihre Umgebung sind oder sich angestrengt und belastet fühlen. Manche Signale sind sehr deutlich, andere weniger. Fachkräfte können Eltern unterstützen, indem sie in kurzen Alltagsbeobachtungen diese Signale gemeinsam entdecken und verstehen. Der Blick auf das Kind entlastet die Eltern. Sie erfahren, wie ihr Kind ihnen mitteilt, was ihm guttut und was es noch braucht. Das Baby ist dafür der Experte. Der geschulte Blick auf das Kind entlastet auch die Fachkräfte, weil sie besser einschätzen können, wie es dem Baby geht, wenn Eltern aufgrund aktueller oder biographischer Belastungen an ihre Grenzen kommen. Die Beobachtung stellt dann ein Fundament für die weiteren Schritte bei der Unterstützung der Familie dar.

Referentin: Mauri Fries

Termin:

23.05.2019                            Zeit: 10.00 – 17.00 Uhr                                 Anmeldeschluss: 08.05.2019

 

 

 

Seminar 3:

Familien mit Erfahrungen von Trennung und Scheidung in den Frühen Hilfen 

 

Neben den beziehungsrelevanten Fragen müssen Eltern im Falle einer Trennung eine Menge praktischer Fragen klären. Das Seminar geht insbesondere auf die Bedeutung des Sorge- und Umgangsrecht sowie auf die so unterschiedlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten für Kinder, Mütter und Väter näher ein. Es zeigt auf, wo kompetente Ansprechpartner für Unterstützungen und für Klärungsprozesse zu finden sind, damit Fachkräfte in den Frühen Hilfen ihrer Lotsenfunktion gerecht werden können. Dabei ist das Seminar offen für alle mitgebrachten Fragen.

Referentin:

E. Malbrich-Nowotny/ Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Therapeutin (DGSF)

Termin: 12.06.2019                            Zeit: 09.30-17.00 Uhr                                 Anmeldeschluss: 30.04.2019
   
 

Seminar 4:

Migrationssensibler Kinderschutz

 

Die unterschiedlichsten Lebensformen und Migrationsprozesse, die weltweit stattfinden, sind eine Bereicherung. Diese können gleichzeitig eine Verunsicherung sein. Im Kontext des Kinderschutzes heißt das, dass jede Familie ihre ganz eigene Kultur hat und ihre ganz eigenen Umgangsformen mitbringt. Keine Familie ist wie die andere. Daraus ergeben sich vielfältige kulturelle Sozialisationen innerhalb derer sich Fachkräfte im Sinne des Kindes souverän bewegen müssen. 

Das Eigene und das Fremde brauchen im Sinne der Kultursensibilität eine reflektierte Auseinandersetzung. Das bedeutet, in einem steten Lernprozess zu sein. Um diesen Prozess geht es in diesem Seminar. Wenn der Schutz des Kindes berührt wird, geht es um Interventionen zur Verringerung von Abwehr der Gefährdungen und darum, diese hinreichend zu kommunizieren.

  • Gibt es hilfreiche professionelle Grundhaltungen in der Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund?
  • Was sind emigrationsspezifische Risikofaktoren und Ressourcen und was beinhaltet das migrationssensible Fallverstehen?
  • Wie kann angemessene und respektvolle Kommunikation mit den betroffenen Familien aussehen?
Referentin: Gülay Teke
Termine: 04.09.2019                            Zeit: 10.00 – 17.00 Uhr                                 Anmeldeschluss: 15.07.2019
  ANMELDUNG (fällt aus)
 

Seminar 5:

Fallseminar: Arbeit mit psychisch erkrankten Eltern

 

Handlungsorientiertes Vertiefungsseminar für den Umgang mit psychisch kranken Eltern

  • Arbeit anhand von eigenen Fallbeispielen
  • Möglichkeit der Reflexion eigener Erfahrungen
Referentin: Dr. rer. nat. Juliane Junge-Hoffmeister/ Leiterin Mutter-Kind-Tagesklinik Uni Dresden
Termin: 09.10.2019                                Zeit: 9.30 – 17.00 Uhr                                Anmeldeschluss: 26.08.2019
  ANMELDUNG
 

Seminar 6:

Begleitung von traumatisierten Müttern und Vätern in den Frühen Hilfen

 

Traumatische Ereignisse und deren Folgen gehören zur Lebenswirklichkeit vieler Familien und können den Kontakt zwischen Familienhebammen und den betroffenen Familien erschweren.

Fachkräfte in den Frühen Hilfen brauchen daher Traumawissen, um die betroffenen Menschen mit ihren Reaktionen zu verstehen und möglichst vor Retraumatisierungen schützen zu können. Das Seminar will Wege aufzeigen, mit traumatisierten Eltern sensibel, adäquat und achtsam umzugehen.

Referentinnen: Silvia Mader und Anett Große
Termin: 30.10.2019                                            Zeit: 9.30 – 17.00 Uhr                       Anmeldeschluss: 13.09.2019
  ANMELDUNG
 

Seminar 7:

ÜBER-LEBEN MIT FASD  

 

Familienhebammen und FGKiKP kommen in ihrer aufsuchenden Arbeit unter anderem mit Familien in Kontakt, deren Kinder möglicherweise mit einer Fetalen Alkoholspektrumsstörung (FASD) geboren wurden. FASD zählen zu den häufigsten angeborenen Behinderungen. FASD sind eine vermeidbare? Behinderung, denn sie wird ausschließlich durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft verursacht. Acht von zehn  Kindern mit  angeborenen alkoholbedingten Schädigungen sind lebenslang auf Betreuung angewiesen.

Das folgende Zitat unterstreicht die große Not dieses „FASD-Systems“ und zeigt die Wichtigkeit einer frühen realitätsnahen Darstellung der Diagnose, sozialmedizinischen Prognose nebst Beschulung und frühzeitiger Etablierung entsprechender Hilfen.  Insbesondere sollen die Erfahrungen zu FASD und Reha vermittelt werden. „Sie sind lieb, sie sind süß, aber auch distanzlos, zerstörerisch, aggressiv, nicht zu bändigen, locken in uns alle Mutterinstinkte hervor … und treiben uns manchmal an den Rand der Verzweiflung. Was soll bloß aus ihnen werden, werden sie jemals erwachsen, das heißt, können wir sie allein leben lassen …?“

Schwerpunkte:

  • FASD als Gesamtkonzept (Körperliche und seelische Auffälligkeiten)
  • FASD und  Fallbeispiele /Film-Doku/
  • Handbuch zum Elterncoaching
  • Erfahrung im Networking

Referentin:

Frau Dr. Heike Hoff – Emden

Termin:

22.11.2019                                            Zeit: 10.00 – 17.00 Uhr                       Anmeldeschluss: 07.10.2019

 

ANMELDUNG (momentan nur auf Warteliste)

 


 

Die Teilnehmeranzahl für die Seminare ist begrenzt. Schnellstmögliche Anmeldung sichert Ihnen einen Platz. Sollten sich zu wenig TN anmelden, kann das Seminar nicht stattfinden.

Für Fachkräfte, die im Rahmen der Bundesstiftung Frühe Hilfen tätig sind, fallen keine Kursgebühren an. Getränke und Pausenverpflegung werden bereitgestellt. Für das Mittagessen ist jede/r selbst verantwortlich. Auf dem Gelände gibt es ein Bistro mit verschiedenen Gerichten zur Auswahl.

Interessierte Fachkräfte aus anderen Bereichen können gegen eine Teilnahmegebühr von 25,00 € pro Seminartag an der Qualifizierung teilnehmen. Vorrang bei der Platzvergabe (bis zum jeweiligen Stichtag) haben Teilnehmende, die in der Bundesstiftung Frühe Hilfen tätig sind.

 

 

 

 

Fakten

Frühe Hilfen, Kompetenzorientierte Bildung 
März - November 2019 
Ausgebildete Familienhebammen und Familien-, Gesundheits-und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger 
max. 20 Personen 
Fachkräfte aus Sachsen, die im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BI) tätig sind, zahlen keine Seminargebühr. Seminargebühr für Fachkräfte aus anderen Bereichen: 25 € pro Seminartag 

Ihre Ansprechpartnerin

Privat: Garnet Helm
Dipl. Pädagogin
Fachreferentin
Tel
+49 (0) 3 51 2 16 87 16
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Referenzprojekte

Pro Kind: Landesprojekt und Bundesforschungsvorhaben

Hausbesuchsprogramme als präventives Hilfsangebot