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Dresden – 01.11.2017

Fachtag: Weiterentwicklung zu Eltern-Kind-Zentren, Tendenzen und Perspektiven

17. November 2016 in Dresden, im Konferenzsaal der Sächsischen Aufbaubank

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus führt in Zusammenarbeit mit dem Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung eine überregionale Fachtagung im Kontext des gleichnamigen Landesmodellprojekts „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren“ durch.
Die politische Zielsetzung des Vorhabens formulierte Frau Staatsministerin Brunhild Kurth wie folgt:
„Wir wollen Willkommensorte für Familien schaffen, die einen Austausch ermöglichen und Hilfe anbieten“. Hierfür sollen Kindertageseinrichtungen Ihre Angebote erweitern und sich institutionell weiterentwickeln. Wie lassen sich diese Zielsetzung und die damit verbundenen Veränderungsprozesse mit den Verantwortlichen vor Ort umsetzen? Welche Rollen spielen und welche Verantwortung tragen dabei die Kommunalpolitik, die Verwaltung, die Träger und die Einrichtungen? Wie ist das In- und Miteinander der verschiedenen Akteure zu gestalten?
Auf diesem Fachtag diskutieren und finden Praktiker/innen und Entscheidungsträger/innen aus Sachsen und anderen Bundesländern gemeinsam Antworten auf diese Fragen.
Anliegen des Fachtages ist es an Vorhandenem anzuknüpfen und Perspektiven für die fach- und kommunalpolitischen Diskurse sowie für die pädagogische Praxis und bedarfsgerechte Familienpolitik herauszustellen. Kommunalpolitiker, Praktiker, Planer und Fachberater sind eingeladen, sich durch Fachvorträge, Umsetzungsbeispiele und praxisorientierte Diskussionen für ihre eigenen Vorhaben inspirieren zu lassen. Es werden 150 bis 200 Personen erwartet.

Download Flyer (extern)

Die Veranstaltungsdokumentation finden Sie unter diesem Link.

Frankfurter – 22.10.2017

Das Felsenweg-Institut mit GaBi zu Besuch auf der Frankfurter Buchmesse

FI vor Ort - Bildungskongress der Frankfurter Buchmesse

Auch in diesem Jahr lud die Frankfurter Buchmesse Fachkräfte, Vertreterinnen und Vertreter von Trägern und Akteuren aus der Bildungspolitik zu einem Bildungskongress ein. Der diesjährigen Kongress am 19.10.2016 hatte das Thema: „Zusammen leben – zusammen lernen: Kinder mit Fluchthintergrund in Kita und Schule“. Im Rahmen von Vorträgen und Workshops erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer praxisnahe Informationen und Hinweise für Ihre Arbeit in Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Am GaBi-Stand (Gabi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum) informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Chancen, die eine ganzheitliche bedarfsgerechte Arbeit im Sozialraum, im Hinblick auf die Integration von Familien mit Fluchterfahrung. Neben Informationen zu relevanten Publikationen und den begleitenden Angeboten der GaBi-Geschäftsstelle (Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung) informierten sich die Teilnehmer auch über die Inlandsprojekte der Karl Kübel Stiftung sowie die Arbeit des Bundesverbandes für Familienzentren e.V. Die GaBi-Geschäftsstelle stellte seine Unterstützungsleistungen für Akteure aus Politik und Verwaltung, bei Trägern und in Einrichtungen vor.

In den zahlreichen Gesprächen wurde der Bedarf an niederschwelligen, sozialräumlichen und bedarfsgerechten Unterstützungsstrukturen für Familien deutlich. GaBi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum  gibt fachliche Orientierung bei aktuellen und strukturellen Herausforderungen und unterstützt mit seinen Leistungsangeboten die Politik und Verwaltung, Einrichtungen und Trägern passgenau vor Ort.

06.06.2017

Start der Qualifizierung für die Familienstützpunkte des Landkreises München

Koordinator*innen machen sich fit für eine beteiligungs- und bedarfsorientierte Arbeit

Die Mitarbeiter*innen der GaBi-Geschäftsstelle qualifizieren seit Mai 2017 in einer Fortbildungsreihe die Koordinatoren*innen der Familienstützpunkte des Landkreises München. Im Mittelpunkt stehen die Themen: Wirkorientierung, Beteiligungs- und Bedarfsorientierung, Netzwerkarbeit und ressourcenorientiertes Arbeiten. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung am 15./16. Mai 2017 konnte gemeinsam mit den Trägevertretungen erste Akzenten für einen ebenenübergreifenden Ansatz im Sinne von GaBi- ganzheitlicher Bildung im Sozialraum grundgelegt werden.

Ziel der Qualifizierung ist es die Koordinator*in in ihrer Rolle zu stärken und Kompetenzen aufzubauen, die Sie befähigt die von ihnen begleiteten Stützpunkte bei der Einbeziehung der Familien vor Ort, der Angebotsplanung und der Vernetzung mit anderen Akteuren zu Unterstützen. Zwischen den verschiedenen Modulreihen wird der Praxistransfer durch konkrete Arbeitsaufträge unterstützt und dialogisch in Reflexionsphasen gespiegelt. Im Mittelpunkt stehen dabei der Aufbau und die Stärkung der Kompetenzen für das eigene Handlungsfeld.

Die Qualifizierungsreihe umfasst 3 Module und läuft noch bis Anfang 2018.

22.05.2017

Online-Befragung

im Vorfeld des 6. Fachtags des Bundesverbandes der Familienzentren

Auch 2017 findet der Fachtag des Bundesverbandes der Familienzentren in Kooperation mit der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie statt. Dieses Jahr steht der Fachtag unter dem Thema „Familienzentren schaffen Lebensqualität an den Schnittstellen von Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden“. Weitere Kooperationspartner des 6. Fachtages des Bundesverbandes sind Kinder Stärken e.V Stendal, die Hochschule Magdeburg-Stendal, Standort Stendal, die Bundesarbeitsgemeinschaft Bildung und Erziehung in der Kindheit e.V.

Im Vorfeld der Fachtagung führen die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und der Bundesverband der Familienzentren e.V. in Einrichtungen für Familien (z.B. Familienzentren, Kindertageseinrichtungen, Einrichtungen der Familienbildung, usw.) in Deutschland eine Befragung durch, die Einblick geben soll, wie Schnittstellen von Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden aktuell aussehen. Teilnehmen kann jeder Interessierte unter folgendem LINK Gerne können Sie den LINK auch an andere Einrichtungen für Familien weiterleiten. Je mehr Einrichtungen teilnehmen, umso umfassender wird das Bild der Arbeit von Einrichtungen für Familien an der Schnittstelle zwischen Bildung, Gesundheit und sozialräumlichem Wohlbefinden. Die Ergebnisse der Befragung werden am Fachtag in Stendal zur Verfügung stehen.

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie und der Bundesverband der Familienzentren danken Ihnen für ihre Unterstützung und freuen sich, Sie am 23.11.2017 in Stendal begrüßen zu können.

 

Weitere Informationen zum Fachtag und zur Anmeldung unter: www.bundesverband-familienzentren.de.

Hochschule Neubrandenburg – 26.02.2017

Family at its best!?

Das Felsenweg-Institut mit GaBi zu Gast an der Hochschule Neubrandenburg

GaBi zu Gast an der Hochschule Neubrandenburg

Family at its best!? Familienbildung zwischen Praxis und Wissenschaft war das Thema der mit internationalen Referenten besetzten Abschlusstagung des Projektes Fachstelle ALFA, welchen Mitte dieses Jahres abgeschlossen wird. In Vorträgen und Workshops erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie andere Länder, am Beispiel von Belgien, Schweden und Finnland, und Akteure aus Mecklenburg-Vorpommern dieses Thema angegangen sind und welche Lösungen bereits in Deutschland gefunden wurden.

Beim Markt der Möglichkeiten stellte das GaBi-Team seine Arbeit vor und gab Tipps aus der praktischen Arbeit der Modellstandorte und der Begleitung von Einrichtungen, Verwaltung und Trägern, z.B. im Rahmen des EKiZ-Projektes in Sachsen.

„Wir konnten am GaBi-Stand den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete Hinweise und Anregungen für Ihre Arbeit, auf Grund unserer vielfältigen Erfahrungen in der Begleitung von Einrichtungen, geben.“, sagte Irene Ebert, Fachreferentin des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel Stiftung und Mitglied des GaBi-Teams. „Zentrale Fragen waren: Wie erreiche ich die Eltern? Wie stelle ich sicher, dass meine Angebote in der Familienbildung den Bedarf der Eltern in meinem Sozialraum treffen? Da das GaBi-Team bundesweit unterwegs ist, konnten wir viele Fragen mit Hilfe von unterschiedlichen best-practise-Beispielen veranschaulichen. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Tätigkeit und auch die Erfahrungen unserer Partner und bisherigen Kunden haben die Teilnehmer*innen der Fachtagung als authentisch und hilfreich empfunden“, so Ebert weiter.

 

HINTERGRUND

Die Fachstelle ALFA (Alles Familie – Familie ist alles) für Familienbildung soll die Weiterentwicklung der Familienbildung und die Vernetzung bestehender Maßnahmen der Familienbildung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Dabei verfolgt die Fachstelle das Ziel die nachhaltige Entwicklung von Angeboten der Familienbildung durch die Begleitung aller beteiligten Akteurinnen und Akteure sicherzustellen. Weitere Informationen zur Fachstelle ALFA finden Sie hier.

Düsseldorf – 01.02.2017

Das Felsenweg-Institut mit GaBi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) in Düsseldorf

Besuchen Sie uns und den Bundesverband der Familienzentren am Stand A42 in der Halle 3.

Die Geschäftsstelle GaBi ist auf dem diesjährigen Deutschen Jugendhilfetag (DJHT)  in Düsseldorf vertreten. Vom 28. bis 30.3. lädt GaBi interessierte Besucher zu Gesprächen und zum Erfahrungsaustausch auf den Stand A42 in Halle 3. Mit einem eigenen Messeform am ersten Veranstaltungstag wird in Kooperation mit dem Bundesverband der Familienzentren und unter dem Titel „Sprache(n) im Zentrum – Impulse aus Kinder- und Familienzentren“ ein eigener Akzent für das interessierte Fachpublikum gesetzt.

 

Sprache(n) im Zentrum – Impulse aus Kinder- und Familienzentren
Die hohe Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung und die Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz gewinnt zunehmen an Bedeutung.Sprache hat dabei eine Schlüsselfunktion inne. Sie ist zentrales Medium der Kommunikation, dient als „Werkzeug“ beim Denken und Lernen und ermöglicht die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Charakteristisch für viele Familienzentren ist die Vielfalt an gesprochenen Sprachen. Wie die Zentren dieses Potential stärken und aufgreifen, soll beispielhaft gezeigt werden.Modellstandorte stellen Methoden aus der Praxis vor und laden zum Austausch, Nachdenken und Mitmachen ein. Es geht um Geschichten als Brücke von der Alltagssprache zur Bildungssprache, um mehrsprachiges Erzählen für und mit Eltern und Kindern und um Räume und Zeiten für Sprache(n) im Zentrum.
 

Veranstalter: GaBi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum & Bundesverband der Familienzentren e.V.

 

Ort: Messeforum 2, 17.00 – 17.45 Uhr

 

Der Bundesverband der Familienzentren (BVdFZ) will eine bundesweite Vernetzung der Familienzentren mit dem Ziel chancengerechter Entwicklung für Kinder und Familien erreichen. In diesem Sinne wird auch eine Verbesserung der Vernetzung der an der Kinder- und Jugenderziehung Beteiligten angestrebt.

28.10.2016

Messe Consozial 2016 – Aufmerksamkeit auf großer Bühne

Das Felsenweg-Institut mit GaBi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum im Fachaustausch auf der größten Messe für Sozialwirtschaft im deutschsprachigen Raum vertreten. An unserem Messestand und im Rahmen eines Fachvortrages mit der Fachberatung des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Chemnitz wurde Ganzheitliche Bildung im Sozialraum Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik, bei Trägern und aus Einrichtungen vorgestellt.

Chemnitz – 20.05.2016

Fachtag: Familien und Kinder im Blick! Early Excellence – Ein Ansatz für ganzheitliche Bildung im Sozialraum

Veranstaltungsbericht

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie führte zusammen mit dem stiftungseigenen Felsenweg-Institut, der Heinz und Heide Dürr Stiftung, dem Pestalozzi-Fröbel-Haus sowie Vertreten der Stadt Chemnitz am 20.05.2016 in dem neuen Hörsaalgebäude der Technischen Universität einen Fachtag mit dem Titel: „Familien und Kinder im Blick – Early Excellence – Ein Ansatz für ganzheitliche Bildung im Sozialraum“ durch. Der mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgebuchte Fachtag für pädagogische Fachkräfte, Entscheidungsträger und Politiker aus den Bereichen Frühkindliche Bildung, Frühe Hilfen, Elternbildung, Frühförderung und Jugendhilfe informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmern über den Early Excellence-Ansatz und gab im Rahmen von Fachvorträgen und Workshops Anregungen für die praktische Umsetzung in Städten, Gemeinden und einzelnen Kindertageseinrichtungen.

 

Zentrales Anliegen der zwei Stiftungen und des Pestalozzi-Fröbel-Haus ist es, die Anregungen des englischen Early Excellence-Ansatzes aufzugreifen und auf das deutsche Bildungssystem übertragbar zu machen. Daher gab der gemeinsam veranstaltete Fachtag einen Ein- und Überblick über gelungene Beispiele passgenauer Angebote für Familien auf Grundlage des Early Excellence-Gedankens.

 

Während des von Martina de Maizière moderierten Einstieges haben die Vertreterinnen der drei Institutionen die jeweiligen Schwerpunkte ihrer Arbeit und Projekte vorgestellt. Hierbei wurde besonders deutlich, wie sich die Arbeit der Kooperationspartner ergänzt und im Sinne von Familien bereichert. „Wenn wir Eltern als Experten ihrer Kinder wahr- und ernstnehmen, dann unterstützen wir die positive Entwicklung ihrer Kinder. Nur so gelingt es uns, die individuellen Bedürfnisse von Familien wahrzunehmen und passgenaue Angebote für sie zu entwickeln.“, sagte Isa Baumgarten Vorsitzende des Vorstands der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

 

Prof. Sabine Hebenstreit-Müller unterstrich in diesem Zusammenhang: „Es ist wichtig, die pädagogischen Fachkräfte bei dieser Aufgabe durch Fort- und Weiterbildungen zu unterstützen und sie zu begleiten. Erzieherinnen und Erzieher müssen befähigt werden, die kindlichen Entwicklungsschritte so zu beobachten und zu beschreiben, dass Eltern ihr Kind darin wiedererkennen können. Auf dieser verbindenden Grundlage lässt sich ein Vertrauensverhältnis auf- und ausbauen sowie entwicklungsförderndes Handeln gemeinsam gestalten. Es kommt also zu einer echten Bildungszusammenarbeit und Beteiligung der Eltern.“

 

Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl Kübel Stiftung, zog den Kreis noch etwas weiter und führte aus: „Damit Stadtteile, Gemeinden oder einzelne Sozialräume familienfreundlicher werden, müssen Kindertageseinrichtungen sich zu Familienzentren weiterentwickeln. Familienzentren sind ideale Begegnungsräume die zusammen mit Partnern aus dem Sozialraum passgenaue Unterstützungen für Familien bereitstellen können. Dabei ist es wichtig, Familien in ihrer Vielfalt wahrzunehmen und mit Wertschätzung zu begegnen. So vielfältig wie die Familien in einem Stadtteil bzw. einer Gemeinde sind, so vielfältig ist auch das Angebot an Familienzentren. Kein Familienzentrum ist gleich, weil seine Familien nicht gleich sind.“

 

Im Anschluss an den Auftakt wurde durch vier Fachreferate die inhaltliche Grundlage für die späteren praxisorientierten Werkstätten gelegt. Was bedeutet sozialraumorientiertes Arbeiten? Was bedeutet Inklusion und wie können wir Vielfalt in Kindertageseinrichtungen wertschätzen? Was bedeutet Elternbeteiligung und –zusammenarbeit für den pädagogischen Alltag? Und was bedeutet es, wenn die Arbeit in Kindertageseinrichtung von einem positiven Blick auf das Kind her gedacht wird? In den Fachreferaten erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick was Familienzentren, die nach dem Early Excellence-Ansatz arbeiten, für die Familien leisten.

Leipzig – 18.05.2016

Karl Kübel Stiftung diskutiert auf dem Deutschen Stiftungstag über Familien im demografischen Wandel – Welche Rolle spielen Stiftungen?

Deutscher Stiftungstag 2016 in Leipzig

m Rahmen des Offenen Kanals beim diesjährigen Deutschen StiftungsTags in Leipzig diskutierten Vertreter aus Öffentlichkeit, Politik, Stiftungen, Verwaltungen sowie der Praxis zum Thema „Die demografische Entwicklung in Deutschland und ihre Folgen für die Gesellschaft“. Dabei erhielten die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick, wie Gemeinden, Familienzentren und Stiftungen den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegenwirken oder diesen sogar, wie im hessischen Mengerskirchen, nutzen können. Thomas Scholz, Bürgermeister, Marktflecken Mengerskirchen, beschrieb die Strukturen, die den Zuzug und eine steigende Geburtenrate befördern: „Neben einem umfassenden und qualitativ hochwertigen Unterstützungs- und Bildungsangebot braucht es vor Ort zusätzliche Rahmenbedingungen wie Bauland, ein unternehmerfreundliches Umfeld und ausgeglichene Finanzen. Ein familienfreundliches Image erhält eine Kommune nicht über Nacht und es muss stetig gepflegt werden.“ Das konnte Günter Refle, Leiter des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel Stiftung, nur bestätigen: „Veränderungen müssen gestaltet und positiv begleitet werden. Oft geht es in solchen Prozessen um Defizite, um Probleme und immer um Geld. Es hilft, wenn ‚Externe‘ diesen Prozess moderieren und Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen. In unserem Geschäftsbereich GaBi – Ganzheitliche Bildung im Sozialraum begleiten wir Kommunen auf diesem Weg.“ Er ermutigte die Anwesenden, auch in ihrer Kommune einen Prozess für mehr Familienfreundlichkeit anzustoßen.

 

Familienleben ist heute durch eine Vielfalt an Lebenslagen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gekennzeichnet. Dazu gab Hans-Werner Meyer, GaBi-Botschafter, Schauspieler, Ehemann einer Schauspielerin und Vater von zwei Kindern, Auskunft: „Eltern mit Berufen wie meinem brauchen besonders flexible Strukturen und Unterstützung, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu organisieren. Je größer das Netzwerk, desto zuverlässiger kann man diese Vereinbarkeit gewährleisten. Der Spruch Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen! bringt es für mich auf den Punkt. Dabei gibt es sicher nicht die eine Lösung, sondern es müssen individuelle Ansätze im Umfeld der Familien gefunden werden.“ Was das konkret in der Praxis bedeuten kann, erklärte André Borgmann, Leiter des GaBi-Modellstandortes Kita Leuchtturm in Berlin Hohenschönhausen, einem Modellstandort der Karl Kübel Stiftung: „Wir richten das Angebot in unserem Kinder- und Familienzentrum nach den Bedürfnissen der Eltern und Kinder aus und verstehen uns als Knotenpunkt im Stadtteil. Kinderbetreuung, Familienbildung und präventive Angebote finden in unseren Räumen statt. Familien in Hohenschönhausen finden unter einem Dach, was sie brauchen.“

 

Wie können Stiftungen den demografischen Wandel im Sinne von Familien mitgestalten? Sascha Wenzel, Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung aus Weinheim, erklärte: „Zum einen müssen individuelle Lösungen vor Ort gefunden werden, zum anderen müssen Stiftungen die Partner langfristig unterstützen. Wir reden hier von mehreren Jahren oder sogar über ein Jahrzehnt. Wir kommen mit einer reinen Projektförderung über ein bis drei Jahre nicht weit und erreichen auch keine langfristigen Veränderungen im Sinne von Familien.“ Daniela Kobelt Neuhaus, Vorstand der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie,ergänzte: „Man muss sich den Sozialraum und das Umfeld der Familien genau anschauen. Nur so lässt sich erkennen, was es vor Ort bereits gibt, was es noch braucht. Oft sind es kleine Schritte bzw. partizipative Angebote, die vor Ort etwas verändern. Gute Erfahrung mit niedrigschwelligen Angeboten hat die Stiftung bereits mit den Drop In(klusive) gesammelt, wo sich Eltern mit jüngsten Kindern treffen. Einige von ihnen sind geflüchtet, einige haben Migrationsgeschichte oder leben in prekären Lebenslagen, und einige Eltern können der bürgerlichen Mittelschicht zugerechnet werden.“

 

Den großen Hebel, der beim Thema demografischer Wandel spürbare Veränderungen, etwa in Richtung einer steigenden Geburtenrate, bewirken könnte, den gibt es nach Überzeugung der Diskussionsteilnehmer nicht. Aber es gibt die vielen Hebel, die im Lebensumfeld von Familien, in ihrem Sozialraum angesetzt werden können. Mit einer Orientierung an den Bedürfnissen der Familien, dem genauen Hinhören und –schauen sowie mit der notwendigen Ausdauer bei der Unterstützung lässt sich eine konkrete Wirkung erzielen, auch und gerade durch das Engagement von Stiftungen.

Mehr Informationen zu der Inlandsarbeit der Karl Kübel Stiftung und dem Projekt Drop In(klusive) finden Sie hier.

07.03.2016

Weiterentwicklung von Kitas zu Eltern-Kind-Zentren in Sachsen

Das GaBi-Team aus dem Felsenweg-Institut erhält Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Das GaBi-Team des Felsenweg-Institutes der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie hat den Zuschlag für die Projektleitung eines Modellprojektes „Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Eltern-Kind-Zentren“ des sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) erhalten.

Bei einer Projektlaufzeit von zwei Jahren werden bis Ende 2017 einunddreißig Einrichtungen in ganz Sachsen unterstützt.

Ziel des Modellprojektes in Sachsen ist es, pädagogischen Fachkräften und den Trägern von Kindertageseinrichtungen Unterstützung bei der Weiterentwicklung zu Eltern-Kind-Zentren zu leisten. Dabei sollen besonders Strukturen entwickelt werden, die einen niederschwelligen Zugang zu familienunterstützenden Angeboten ermöglichen und die Integration von Familien mit Migrationshintergrund fördern.

Hierzu Projektleiter Günter Refle: „Familien als dem wichtigsten Lebens- und Lernraum von Kindern soll durch die Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtungen Unterstützung angeboten werden mit dem Ziel, die elterliche Erziehungskompetenz zu stärken und damit die Entwicklungsfähigkeit ihrer Kinder positiv zu beeinflussen.“

Das Gabi-Team nutzt hierfür die Erfahrungen in der bundesweiten Begleitung von Einrichtungen unter folgender Handlungsmaxime: So viel Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit wie möglich und so viel Begleitung und Unterstützung wie nötig.

Grundlegend für das Gelingen des Vorhabens ist es, gleich zu Beginn alle Verantwortungsträger in den Kommunen einzubinden. Fortlaufend wird das GaBi-Team die Mitarbeitenden von kommunalen und freien Trägern sowie das pädagogische Personal und die Elternvertretung qualifizieren und begleiten. In diesem Zusammenhang werden Unterstützungsinstrumente entwickelt, die die erfolgreiche Zusammenarbeit über den Projektzeitraum hinaus möglich machen.

Um diese Ziele erreichen zu können, arbeitet das GaBi-Team ressourcen- und beteiligungsorientiert an den aktuellen Bedarfen der jeweiligen Einrichtungen. Im Blick bleiben dabei immer die spezifischen Sozialraummerkmale.

Ausgangspunkt für diese Arbeitsweise ist die Formulierung der angestrebten Wirkungen gemeinsam mit den Beteiligten auf der politischen, administrativen und operativen Ebene. Die Verzahnung dieser drei Ebenen ist ausschlaggebend für eine nachhaltige Wirksamkeit des Projektes.

Nähere Informationen und einen Überblick über die Modellstandorte unter
www.ekiz-sachsen.de

Der Mitteldeutsche Rundfunk Sachsen berichtet über das Landesmodellprojekt EKiZ

Artikel auf www.sachsen.de

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